Aus TYPOlight wird Contao

2010-05-15 21:00 von Andreas Stocker

Contao ist kein Fantasiename. Das Wort "tao" kommt aus dem Vietnamesischen und bedeutet "bilden", "erzeugen", "gestalten". Der Ausdruck "con tao" bedeutet "das Schicksal", "der Schöpfer". Das "con" kann darüber hinaus als Abkürzung für "content" interpretiert werden, was Contao zum idealen Namen für ein System macht, mit dem Content erzeugt wird.

Die Kontinuität von TYPOlight zu Contao drückt sich in den fortlaufenden Versionsnummern aus. Contao bringt in der Version 2.9 wesentliche Erweiterungen:

  • Theme-Manager

Mit dem Theme-Manager können Templates importiert und exportiert werden. So kann das Aussehen einer Website mit wenigen Klicks komplett verändert werden, ohne dass bestehende Inhalte überschrieben werden. Dieses Feature wurde von Nutzern seit längerem angefragt.

  • Social-Media-Anbindung

Seiten und Artikel können zukünftig nicht nur ausgedruckt oder als PDF exportiert, sondern auch direkt mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter verknüpft werden. Das Kürzen der URLs mittels tinyurl.com übernimmt das System automatisch.

Gründe für die Namensänderung

Hauptgrund für die Namensänderung ist die Tatsache, dass das „light“ im Namen TYPOlight zunehmend als Synonym für ein "abgespecktes System", ein "wenig leistungsfähiges Programm" oder ein "CMS für Einsteiger" missverstanden wurde. Teilweise kursierten Gerüchte, dass mit dem System nur Websites mit maximal 20 Seiten erstellt werden können. Dies trifft jedoch in keiner Weise zu. TYPOlight beziehungsweise Contao ist ein modernes, umfangreiches und leistungsfähiges CMS, das sich auch für die Umsetzung großer Internetauftritte eignet. Mehrere Unternehmen setzen das System bereits sehr erfolgreich im Enterprise-Bereich ein. Um mit diesem Vorurteil endgültig aufzuräumen und um der rasanten Entwicklung und zunehmenden Professionalisierung der vergangenen Jahre Rechnung zu tragen, wird der Name nun geändert.
Die Namensänderung wird darüber hinaus einem weiteren Vorurteil ein Ende setzen: Schon in den ersten Berichten wurde TYPOlight fälschlicherweise als "kleiner Bruder" bereits vorhandener Blog- beziehungsweise CM-Systeme bezeichnet. Es bedarf bis heute einigen Argumentationsaufwandes, um das Projekt in den Köpfen der Anwender aus dieser Schublade wieder herauszuholen.

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